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Sonntag, 20. Januar 2013

"Beograd Gazela. Reiseführer in eine Elendssiedlung" ist eine wissenschaftliche Analyse der Entstehungsgeschichte, Lebensumstände, des Alltags und der Kultur der im Belgrader Slum Gazela lebenden Menschen. Die Autoren Lorenz Aggermann, Eduard Freudmann und Can Gülcü haben sich mehrere Monate mit dem zwischen der Autobahn und der internationalen Bahnstrecke befindlichen Landstück, auf dem ca. 800 Menschen in Hütten und Baracken ihr zu Hause gefunden haben, beschäftigt und liefern interessante und ausführliche Informationen. Gleichzeitig ist der Text nicht zu ausschweifend, sondern aufs Wesentliche fokussiert und somit angenehm lesbar. Die vielen Fotos untermauern den Text und geben dem Leser das Gefühl, in das Leben in Gazela eintauchen zu können.


Besonders interessant: Der untere Teil der Seiten zeigt Ausschnitte aus einer Diskussion zwischen den Autoren und einer Publikumsgruppe, die besonders die kritischen Aspekte einer solchen Forschung hinterfragt und eingesteht.



Der Reiseführer kann für 19.80 Euro im Drava Verlag bestellt werden.



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Freitag, 11. Januar 2013

Im Hamburger Stadtteil Billstedt startet derzeit eine neue, fantastische Aktion: Billstedts neue Masche will die sogenannte Kulturachse im Zentrum beleben und attraktiver machen, indem Straßenmöbel wie beispielsweise Fahrradständer, Straßenlaternen und Sitzwürfel "bestrickt" werden.
Mitmachen kann bei dieser Aktion jeder, entweder durch eigenes Stricken oder durch eine Wollspende. Dadurch werden die Bewohner an der Gestaltung des öffentlichen Raumes beteiligt. Ihre Sensibilität gegenüber den bevorstehenden Veränderungen im Stadtteil, der Sanierungsgebiet der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH (kurz steg) ist, wird erhöht.

Die künstlerische Leiterin Frauke Rubarth greift mit der Idee zum gemeinsamen Urban Knitting nicht nur einen aktuellen Trend auf, sondern leistet vor allem auch vorbildliche Arbeit wenn es um die Möglichkeiten zur Partizipation geht, denn besonders diejenigen, die an langwierigen Anwohnersitzungen auf Grund sprachlicher Barrieren nicht teilnehmen können oder wollen, werden hier auf sanftere Art zum geistigen Austausch mit den Behörden angeregt.



Auszüge aus der Strickanleitung, die für das Projekt "Billstedts neue Masche" veröffentlicht wurde.



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Dienstag, 4. Dezember 2012


Das Körpergedächtnis der Stadt

Unser Körpergedächtnis versetzt uns in die Lage, auch im Dunkeln den Lichtschalter in unserer Wohnung zu finden. Es sorgt dafür, dass wir uns beim ersten Schritt auf eine Rolltreppe nicht erschrecken, aber das Gefühl haben, uns gleite der Boden unter den Füßen weg, wenn die vermeintlich fahrende Treppe ausser Betrieb ist.
Wie sieht es mit dem Körpergedächtnis der Stadt aus? Hat die Stadt überhaupt so etwas wie einen Körper und ein dazu gehöriges Gedächtnis? Wo wird dies sichtbar? Welche Auswirkungen hat es auf uns als Bewohner der Stadt?
Zunächst wäre die Frage zu klären, was die Stadt ist. Im Folgenden werde ich mit einer Definition arbeiten, die Stadt als Symbiose aus gebauter Umwelt, beweglichen Objekten und dem Kollektiv der Bewohner versteht.
Wenn wir davon ausgehen, dass die Stadt ein Körpergedächtnis hat, sich also intuitiv an gewisse Bewegungsmuster erinnert, sie reproduziert und bei Nicht-Eintreten der erwarteten Reaktion ein alternatives Muster erarbeiten muss, stellt sich die Frage, in welchen Bereichen dies wie sichtbar wird. Dabei können nicht nur augenscheinliche Phänomene wie beispielsweise der Verkehr betrachtet werden, sondern auch gewisse Rhytmen, zum Beispiel das Erleuchten der Stadt durch Elektrizität oder die Problematik der Erneuerung eines Gebietes, aber auch die Grenzen und Übergänge der Stadtteile, welche als Narben nach dem Auseinanderbrechen oder Zusammenwachsen der Stadt verstanden werden können.


Stenschanze / Eimsbüttel


Grindel / Sternschanze



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Montag, 3. Dezember 2012


Das Körpergedächtnis der Stadt zeigt sich am deutlichsten, wenn ein vorhandenes Bewegungsmuster sich plötzlich als unbrauchbar erweist, beispielsweise wenn eine Brücke einstürzt, der öffentliche Nahverkehr auf Grund von Streiks zusammenbricht oder Bauarbeiten eine Straße ohne direkte Ausweichmöglichkeit blockieren.
Nicht nur das Individuum muss sich in einer solchen Situation neu orientieren und eine Alternative zum nicht-verwendbaren Weg finden, sondern der kollektive Anteil des komplexen Gebildes Stadt, welcher davon betroffen ist. Das beinhaltet nicht nur die Lebewesen, sondern auch die Architektur, die plötzlich neuen Belastungen ausgestezt ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist eine vormals wenig befahrene Straße, die auf Grund von Bauarbeiten an anderen Straßen plötzlich zur Ausweichfahrbahn und damit viel genutzt wird.
Genauso wie bei der Blockade einer Straße bedeuten aber auch neue Straßen oder Straßen, die plötzlich zu Verbindungsstraßen werden, die Notwendigkeit der Adaption eines neuen Bewegungsmusters für die Stadt. Beobachten lässt sich dies momentan im Oberhafenquartier, welches den neu geschaffenen Stadtteil HafenCity mit Hammerbrook verbindet und durch die Bauarbeiten an den Arkaden hinter den Deichtorhallen noch verstärkt wird. Verwirklicht sich die Vision des Projekts werden die Arkaden Anlaufstelle für ein vielseitiges Publikum sein und die wenig befahrene Straße östlich der Deichtorhallen vermehrt vor allem durch Fußgänger genutzt werden.

Oberhafenquartier: HafenCity / Deichtorhallen / Fruchthof / Hammerbrook



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Sonntag, 2. Dezember 2012


Die Narben der Stadt -
sind Orte, an denen Stadtgrenzen verschoben, Stadtteile angewachsen, Bebauungen verschwunden sind.

Benachbarte Stadtteile fühlen sich für den Besucher oft komplett unterschiedlich an. Ein gutes Beispiel hierfür sind der Szene-Stadtteil Eimsbüttel und das benachbarte Stellingen. Jeder, der schon einige Male in den beiden Stadtteilen unterwegs war, wird sofort entscheiden können, ob ein Gebiet eher zu Eimsbüttel oder Stellingen gehört. Dies liegt nicht nur an der unterschiedlichen Nutzung (Wohngebiet mit Einzelhandel in Eimsbüttel und Wohngebiet mit produzierendem Gewerbe in Stellingen) sondern auch an der historisch gewachsenen atmosphärischen Differenz. Stellingen gehört erst seit 1937, Eimsbüttel bereits seit 1894 zu Hamburg. Während Stellingen unter dänischer Herrschaft stand, lebten in Eimsbüttel hauptsächlich Hamburger, welche sich in frühen Zeiten Landhäuser kauften und zu Zeiten der Erbauung der Speicherstadt Wohnungen als Ausweichquartiere mieteten.
Die historischen Details sind jedoch von geringerer Relevanz, als dass die beiden Stadtteile zusammen gewachsen sind, und an der Nahtstelle bleibt eine Narbe: Die Stadtteilgrenze. Dieses körperliche Merkmal wirkt sich in Form von Atmosphäre und Anziehungskraft auf Besucher und Anwohner aus.  

Eimsbüttel / Stellingen

ehemalige Stadtgrenze



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Samstag, 24. November 2012


Ab 29.11.2012 fährt die neue Linie U4 von Billstedt über die Innenstadt in die HafenCity, und alle Augen sind auf den neuen Stadtteil, die dort entstehenden Bauten wie beispielsweise die Elbphilharmonie und die IBA 2013 auf der südlichen Seite der Elbe gerichtet. Doch wie sieht es eigentlich am anderen Ende der Bahnstrecke, in Billstedt, aus? Was bringt den Anwohnern die neue Bahnverbindung, welche Auswirkungen wird die Anbindung auf den Stadtteil haben und wieso startet die U4 eigentlich in Billstedt?
Bis auf 2 Stationen, Überseequartier und HafenCity Universität, fährt die U4 auf der Strecke der U2: Über Horn und Hamm zum Jungfernstieg. Auf den ersten Blick erhöht die neue Linie die Taktung der Verbindungen in die Innenstadt. Genau dies gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung: man wartet nicht nur kürzer auf eine Bahn in die Stadt, sondern kommt auch schneller in den Hamburger Osten.
Billstedt-Horn ist mit knapp 105.00 Einwohnern eines der größten europäischen Sanierungsgebiete und aus Sicht der Stadt Hamburg eine Fläche mit enormen Entwicklungspotenzial. Der Hamburger Osten weist eine vergleichsweise geringe Ausprägung kultureller Infrastruktur auf, einer der Gründe, wieso Wohnen dort noch bezahlbar ist. Im Sinne des kostengünstigen Wohnrausm sind Billstedt und Wilhelmsburg sich sehr ähnlich. Diese Gebiete sind für die Stadt besonders interessant im Hinblick auf die Erschließung neuer Wohnorte für junge, einkommensstarke Erwachsene. Mit der U4 Anbindung der HafenCity und Billstedts an die Innenstadt werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Der Hamburger Süden und der Hamburger Osten werden für die sogenannten Young Urban Professionals gleichermaßen als potentielle Wohnorte interessant gemacht, Stadtteile, die vorher als „weit ab vom Schuss“ galten, sind plötzlich „zentrumsnah“. Die Elbinsel ist nicht mehr südlich des alten Gewerbegebietes im Hafen, sondern südlich der HafenCity und rückt damit mental näher ans Zentrum des Geschehens. Billstedt ist nicht mehr „irgendwo im Osten“ sondern der Start- und Endpunkt der U4.
Was das für die Bevölkerung bedeuten kann, liegt auf der Hand. Die Gefahr der Verdrängung der angestammten Anwohner als Folge der Gentrifizierung wird bereits viel diskutiert. Geschützt werden kann die Bevölkerung nur duch stabile Mieten der staatlichen Wohnungsbaugenossenschaften. Ziel sollte sein, alle Bevölkerungsgruppen an den Vorteilen der Erschließung und Gentrifizierung vormals „abgelegener“ Stadtteile teilhaben zu lassen.



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Dienstag, 20. November 2012

In der kleinen Urbanität - Schauraum für Stadtbaukultur (Shanghaiallee 6) findet aktuell das Laboratorium "Schöne Gemeinschaft?" zum Thema Baugemeinschaften statt. Das Konzept sieht vor, in Veranstaltungen vor Ort Informationen und Erfahrungen zum Thema zu generieren, welche anschließend in einer wachsenden Ausstellung präsentiert werden.

Die nächsten Termine sind:
22. November: Organisation in Gemeinschaft und Gesellschaft
06. Dezember: Planen, Bauen und viel Reden?
10. Januar: Muskeln und Hypotheken - teures Selberbauen?
24. Januar: Schöne Gemeinschaft? Der Alltag
07. Februar: Von anderen lernen! Der Ausblick

Die Veranstaltungen finden jeweils donnerstags um 18.30 Uhr statt.
Die Ausstellung ist noch bis 28. Februar 2013, Mo-Fr 10-17 Uhr geöffnet.

Nähere Informationen findet ihr hier.




Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Montag, 12. November 2012

Obwohl ein Großteil der HafenCity noch eine Baustelle ist, füllt sich der Stadtteil nach und nach mit Leben. Minzgeschmack hat sich auf einen Spaziergang durch den erneuerten Stadtteil begeben.
Fazit: An einigen Stellen, wie beispielsweise dem Sandtorpark, fühlt man sich noch immer als würde man durch ein überdimensioniertes Stadtmodell laufen. Andere Ecken wirken dagegen echt, die Menschen, kleinen Cafés, Geschäfte und Ausstellungen vertreiben die durchgestylte Kühle und vermitteln den Eindruck, dass man hier wohnen und leben kann.
Bis aus der HafenCity ein wirklich lebendiger Stadtteil wird, muss wohl noch einige Zeit vergehen. Aber langsam, ganz langsam, scheint das Hamburger Mega-Projekt zu einem tatsächlichen Teil der Stadt zu werden.





Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Freitag, 9. November 2012

Im Gängeviertel stellt der Studiengang "Kultur der Metropole" der HafenCity Universität unter dem Titel ESSAYS Foto- und Filmarbeiten der Studierenden vor, die damit eine Annäherung an aktuelle urbane Veränderungsprozesse versuchen.
Die selbstgestellten Themenkomplexe, zu denen unter Anderem urban gardening, Arbeitsräume und Arbeitswelten, die Schnelllebigkeit der Großstadt und Gefühle der Anonymität und Isolation gehören, werden durch Fotoreihen oder kurze Filme visualisiert.


Spannend an der Ausstellung ist vor allem das Mit- und Nebeneinander der unterschiedlichen Fragestellungen und ästhetischen Visualisierungen. So werden Fotos von urbanen Gärten neben modernen Hochhauskomplexen präsentiert, während nebenan ein schwarzweiss Film läuft, der den inneren Dialog einer auf einem Stuhl auf der Straße sitzenden jungen Frau wiedergibt.
So unterschiedlich diese Eindrücke sein mögen, sind sie doch alle Bestandteil unserer teils unbewussten urbanen Alltagserfahrung und machen grade durch ihre Vielfältigkeit das komplexe Gebilde "Stadt" aus.

Die Ausstellung ist nur noch morgen, 10.11.2012, von 16-19 Uhr im Raum linksrechts, Valentinskamp 37 geöffnet.



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Mittwoch, 7. November 2012

Gestern wurde in Hamburg die neue Ausgabe des FALL Magazins "Räume" vorgestellt. Minzgeschmack hat das Heft für euch etwas genauer unter die Lupe genommen und findet: sehr lesenswert!
In den Artikeln des Magazins geht es um unterschiedliche Räume und Raumerfahrungen, vom Kinderzimmer und eigenen Gehirn über Kulturräume bis hin zum fahrenden Raum eines Busses ist alles vertreten.



Besonders interessant: Julia Boogs Interview mit den Architekten Stephen Williams und Julia Erdmann, welche über das Konzept und die Umsetzung des 25hours Hotels in der Hamburger HafenCity berichten. Die beiden Architekten zeigen, wie Architektur sich auf Sozialforschung und Kunst stützen kann: 25 Seeleute wurden interviewt, ihre Antworten von einem Storyteller zu Geschichten zusammengefasst und von einem Illustrator künstlerisch umgesetzt. Diese sind nun in Form einer Tapete im Hotel zu bestaunen.
Denn: "Als Architekt musst du das alles einfließen lassen, die ganze Philosophie, Psychologie, Archäologie und Historie eines Viertels - du brauchst ein umfassendes Allgemeinwissen, um einem Stadtteil gerecht zu werden."
Julia Erdmann bemüht sich, die Ideen und das Architekturverständnis der Stephen Williams Associates in Europa zu verbreiten.



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Dienstag, 6. November 2012


Dass das Thema „Kunst am Bau“ eigentlich nicht mehr aktuell ist, zeigt sich an den vielen anderen, spannenden Diskussionen, die momentan in Stadtplanung und Architektur geführt werden: von temporären Raumnutzungen über Methoden der Bürgerbeteiligung bis hin zu partizipativen Kunstprojekten und atmosphärischen Installationen.
Die Kreativgesellschaft versuchte mit ihrer Veranstaltung „Kunst am Bau 2.0“ heute Abend trotzdem, das Thema zu revitalisieren, mit mittelmäßigem Erfolg.
Zu Beginn des Vernetzungstreffens gab es die obligatorische historische Zusammenfassung: Architektur als Kunstform, die Ära des „Kunst am Bau“-Gesetzes und schlussendlich die Aufhebung dessen und die Phase der „Kunst im öffentlichen Raum“.
Bei der anschließenden Diskussion zeigte sich: Dass Architektur und Kunst eine Symbiose miteinander eingehen sollten, ist bei vielen anwesenden Architekten noch nicht angekommen, schlimmer noch: einige schienen mit dem Thema nicht einmal vertraut zu sein.
Als positives Beispiel einer solchen Symbiose wurde unter Anderem das Konzerthaus „Harpa“ in Reykjavík, Island genannt, dessen Decke aus einer kunstvollen Anreihung von Spiegelelementen besteht.

Das Konzerthaus "Harpa" in Reykjavík, Island

Was viele nicht wissen: Ähnlich wie andere teure Großprojekte, genannt sei hier aus gegebenem Anlass die Hamburger Elbphilharmonie, erfreute sich Harpa lange Zeit keiner großen Beliebtheit bei der isländischen Bevölkerung.
Die eigentlich aktuelle Frage der Architektur lautet also nicht, wie Kunst und Architektur sinnvoll und zum Vorteil aller miteinander vereinbart werden können - denn das moderne Architektur atmosphärisch arbeiten muss und dies durch die gezielte Zusammenarbeit mit Künstlern am besten gelingen kann, steht bei einem immer schneller und durch Digitalisierung weniger sinnlich werdenden Lebensalltag ausser Frage – sondern: Wie erreicht man eine größtmögliche Akzeptanz des Bauwerks in der Bevölkerung?
Die Antwort darauf kann nur lauten: durch Transparenz und Bügerbeteiligung.

Ein weiteres Beispiel: Es wurde angemerkt, dass Schüler das Beschmieren von Wänden in ihrer Schule unterlassen, wenn diese künstlerisch gestaltet sind. Eine anwesende Künstlerin versuchte darauf aufmerksam zu machen, dass sich in dem Vandalismus eine ungenutze kreative Kraft der Schüler zu Tage tritt. Die Überlegungen sollten also nicht dahin gehen, ob Künstler in die Gestaltung einer Schule integriert werden sollen, sondern wie Künstler und Pädagogen gemeinsam die Gestaltung der Schule durch die Schüler anleiten können.
Entsprechend des Titels ging die Diskussion an diesem Abend leider an diesen wichtigen Fragestellungen vorbei.

Ein sinnvolles Fazit des Themenabends gab es dann aber doch: Künstler und Architekten sind nicht gut genug miteinander vernetzt, wissen nicht, wie sie einander finden, miteinander kommunizieren und arbeiten sollen. Eine dafür geeignete Plattform zu schaffen ist eine spannende und sinnvolle Aufgabe für die Kreativgesellschaft. Werden dann noch Stadtplaner, Bauherren und Sozialarbeiter in die Diskussion aufgenommen, können wir in Zukunft hoffentlich bei entspannter Atmosphäre in angenehm gestalteten Bezirksamtsräumen darauf warten, dass unsere vor 2 Stunden gezogene Nummer aufgerufen wird.



Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Samstag, 27. Oktober 2012

Spannendes Projekt: Eine Woche lang haben Schüler der Grundschule Thadenstraße und Senioren des Stadtdomizil St. Pauli im Atelier2go zusammen gemalt. Durch das kunsttherapeutische Projekt sollen der Austausch zwischen den Generationen gefördert und die Kreativität der Teilnehmer angeregt werden.
Zu sehen gab es die entstandenen Werke heute im Stadtdomizil, wo auch das Atelier aufgebaut worden war. Einen kleinen Beitrag des Hamburg Journal kann man sich hier ansehen.




Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Popineffect ist ein temporäres Projekt in der Hamburger HafenCity, das nachhaltigen Konsum und tolle Unterhaltung miteinander verbinden will.
Die Location am Sandtorkai ist Laden, Bar und Bühne in einem, neben ökologisch nachhaltiger Mode und Lemonaid gab und gibt es kleine nette Events, wie den Lunch Beat, die clubkinder Tagebuchlesung und Konzerte.

Der großartigen Idee zum Trotz muss die Raumnutzung des Projekts bemängelt werden: die Bühne im Durchgang zum hinteren Teil lässt diesen wie einen Backstage-Bereich erscheinen, Platz den man hätte besser nutzen können.

Ein Besuch lohnt sich dennoch. Noch bis 31.10.2012 ist Popineffect am Sandtorkai 50 zu finden.





Minzgeschmack - Dein Stadtteil braucht dich